Herzliche Einladung zur nächsten Veranstaltung in der online-Reihe „Inklusion in Bibliotheken“

Barrierefrei Arbeiten, Barrierefrei Nutzen – Inklusion in Bibliotheken aktiv gestalten.
Wie Schwerbehindertenvertretung, Inklusionsbeauftragte und Stabsstelle Inklusion (zusammen-)wirken.

Bibliotheken bringen unterschiedliche Menschen zusammen – als Mitarbeitende und als Nutzende. Menschen mit Behinderungen arbeiten hier, recherchieren, lesen und lernen. Doch um echte Teilhabe zu ermöglichen, braucht es barrierefreie Arbeits- und Nutzungsbedingungen.

Dabei wirken verschiedene Akteure mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Die Schwerbehindertenvertretung setzt sich für die Interessen der Mitarbeitenden mit Behinderungen ein, die Inklusionsbeauftragten vertreten die Arbeitgeber und die Stabsstelle Inklusion kümmert sich um die Barrierefreiheit für Nutzende. Jeder dieser Akteure agiert eigenständig, doch es gibt auch Schnittstellen, an denen Zusammenarbeit entscheidend ist.

Wie können sie ihre jeweiligen Aufgaben erfüllen, und wo liegt ihr gemeinsames Potenzial? Das Webinar gibt Einblicke in ihre Rollen und zeigt praxisnahe Lösungen für mehr Inklusion.

– Wie Schwerbehindertenvertretung, Inklusionsbeauftragte und Stabsstelle Inklusion (zusammen-)wirken.

– Online-Reihe „Inklusion in Bibliotheken“

8. April 2025, 11-12 Uhr

Referent*innen:

Jörg Muskatewitz (Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Informationszentrum Bildung und Vertrauensperson der Schwerbehinderten, DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation)

Belinda Jopp (Leitung Stabsstelle Inklusion, Staatsbibliothek zu Berlin)

Link zum Webinar (über Zoom): https://eu01web.zoom.us/j/64205037032

Auch abrufbar auf: Online-Reihe Inklusion in Bibliotheken: Wie Schwerbehindertenvertretung, Inklusionsbeauftragte und Stabsstelle Inklusion (zusammen-)wirken. | Institut für Menschenrechte

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Barrierefreiheit:

Eine automatische Untertitelung des Webinars kann individuell aktiviert werden.

Bitte teilen Sie uns mit, was Sie persönlich benötigen, um teilnehmen zu können. Wir organisieren die (barrierefreie) Teilnahme gerne für Sie und übernehmen im Rahmen unserer Möglichkeiten die Kosten dafür. Bitte benachrichtigen Sie uns möglichst bis zum 25.3.2025 mit einer E-Mail an

bib-info@dimr.de

Dokumentation:

Das Webinar wird aufgezeichnet und ist im Nachgang über die Webseite https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/bibliothek/inklusive-bibliotheken/veranstaltungsreihe abrufbar. Dort finden Sie auch eine Dokumentation der Veranstaltungen 2021-2023.

Es freuen sich auf Ihre Teilnahme:

Christiane Felsmann – Belinda Jopp – Anne Sieberns.

Herzliche Einladung

Online-Reihe Inklusion in Bibliotheken: Bibliotheksdienste für Menschen mit Demenz

Die Menschenrechte auf Zugang zu Information, Bildung und Kultur gelten unabhängig von Alter und Leistungsfähigkeit. Wir widmen uns deshalb im Februar-Termin der Online-Reihe dem Thema Demenz.

Bibliotheken sind Orte, die Menschen mit Demenz sowie ihre Angehörigen aktiv unterstützen können. In der einstündigen Veranstaltung erhalten Sie Informationen zur Erkrankung und wertvolle Einblicke in konkrete Angebote und Services von zwei Bibliotheken.
Wie können Bibliotheken Menschen mit Demenz einbinden? Wie erreichen wir ihre Angehörigen und Pflegenden? Wie werden Bibliotheken für sie zu Orten der Teilhabe?

Bibliotheksdienste für Menschen mit Demenz
Online-Reihe Inklusion in Bibliotheken

26. Februar 2025, 11-12 Uhr

Referentinnen: Christiane Felsmann (Deutsches Zentrum für barrierefreies Lesen – dzb lesen), Dagmar Dolch (Stadtbibliothek Heilbronn), Marika Schwer (Stadtbibliothek Dresden), Dr. Claudia Mahler (Unabhängige Expertin des UN-Menschenrechtsrates für die Rechte älterer Menschen, angefragt)

Link zum Webinar

https://eu01web.zoom.us/j/63776459729, auch abrufbar auf https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/veranstaltungen/detail/online-reihe-inklusion-in-bibliotheken-bibliotheksdienste-fuer-menschen-mit-demenz

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Barrierefreiheit

Eine automatische Untertitelung des Webinars kann individuell aktiviert werden.

Bitte teilen Sie uns mit, was Sie persönlich benötigen, um teilnehmen zu können. Wir organisieren die (barrierefreie) Teilnahme gerne für Sie und übernehmen im Rahmen unserer Möglichkeiten die Kosten dafür. Bitte benachrichtigen Sie uns möglichst bis zum 14.02.2025 mit einer E-Mail an sieberns@institut-fuer-menschenrechte.de.

Dokumentation

Das Webinar wird aufgezeichnet und ist im Nachgang über die Webseite https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/bibliothek/inklusive-bibliotheken/veranstaltungsreihe abrufbar. Dort finden Sie auch eine Dokumentation der Veranstaltungen 2021-2023.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Mit herzlichen Grüßen

Christiane Felsmann

Belinda Jopp

Anne Sieberns

„Was ist Inklusion?“. Mit einer grundlegenden Einführung in das Thema Inklusion nehmen wir die Online-Reihe für Bibliotheken wieder auf. Unter dem neuen Namen „Inklusion in Bibliotheken“ werden wir in den kommenden Monaten in jeweils einer Stunde vielfältige Aspekte rund um Barrierefreiheit und inklusive Bibliotheksangebote aufgreifen. Die erste Folge gibt Gelegenheit, den Begriff „Inklusion“ zu klären, […]

der Vorstand des Landesverbands Berlin im dbv möchte Sie herzlich einladen zum Workshop „Inklusion in Bibliotheken. Aber wie?“.

Der Workshop findet statt am Dienstag, 24. September 2024 in den Räumen der Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Unter den Linden.

In einem Mix aus Vortrag, Gruppenarbeit und Diskussionen wollen wir uns dem Thema Inklusion nähern und uns über rechtliche Grundlagen ebenso informieren wie über gelungene Beispiele für barrierefreie Bibliothekszugänge. Im Mittelpunkt steht aber vor allem der Austausch untereinander sowie das gemeinsame Überlegen von Lösungen, um Bibliotheken nicht nur barrierearm, sondern wirklich inklusiv zu machen.

Alle weiteren Informationen und das Anmeldeformular finden Sie hier : https://blog.sbb.berlin/termin/inklusion2024/

Eine verbindliche Anmeldung ist erforderlich, die Zahl der Teilnehmenden ist auf 40 Personen begrenzt.

Für Getränke und kleine Snacks ist gesorgt, Mittags gibt es Gelegenheit, das Betriebsrestaurant oder das Café sowie die Gastronomie in der Umgebung zu besuchen (Selbstzahler).

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich gerne an Belinda Jopp, Stabsstelle Inklusion der Staatsbibliothek: Belinda.Jopp

Liebe Teilnehmende der 112. BiblioCon2024,

wir laden Sie herzlich zu unserer Veranstaltung »Inklusion und Barrierefreiheit« auf der diesjährigen BiblioCon ein.

Details der Veranstaltung:

Datum: Donnerstag, 6. Juni 2024
Uhrzeit: 16:30 Uhr
Ort: Congress Center Hamburg, Saal F / 2. OG

Thema der Veranstaltung:

Wie barrierefrei sind deutsche Bibliotheken? Wie inklusiv sind unsere Services? Und wie sieht es mit der Aus- und Weiterbildung zum Thema aus? Können die befragten Bibliotheken der Verpflichtung zur Umsetzung von Inklusion und gesellschaftlicher Teilhabe für alle Menschen in allen Lebensbereichen (UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung in Deutschland, 2009) umfassend gerecht werden? Welche Hindernisse bestehen dabei?

In der Veranstaltung werden die Ergebnisse der im November 2023 von der dbv-Kommission »Kundenorientierte und inklusive Bibliotheksservices« in Kooperation mit Prof. Elke Greifeneder, Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin, durchgeführten Umfrage erstmals präsentiert und zur Diskussion gestellt. Die Umfrage, an der sich über 900 deutsche Bibliotheken aller Sparten und Bundesländer beteiligten, ist national und international die größte ihrer Art.

Referentinnen:

  • Christiane Felsmann (Deutsches Zentrum für barrierefreies Lesen, Leipzig)
    Bibliotheksservices – inklusiv und barrierefrei
  • Caroline Schürer (Deutsches Zentrum für barrierefreies Lesen, Leipzig)
    Bibliotheken und Inklusion: Chance Inklusion
  • Heidi Best (Bücherhallen Hamburg)
    Alle im Blick haben: Angebot und Raum barrierefrei gestalten
  • Prof. Dr. Elke Greifeneder (Humboldt-Universität zu Berlin)
    Sind deutsche Bibliotheken barrierefrei? – Ergebnisse der dbv-Umfrage zur Barrierefreiheit in Bibliotheken

Aus verschiedenen Perspektiven wollen wir im Gespräch herausfinden, wo es erfolgversprechende Konzepte, Schnittstellen und mögliche Synergien gibt. Im Fokus steht die Frage, wo wir von anderen lernen können und welche Räder bereits erfunden und nutzbar sind, unabhängig von Größe, Spartenzugehörigkeit oder Trägerschaft der Bibliotheken.

Wir möchten darauf hinweisen, dass in Absprache mit den Referentinnen die Vorträge 1 bis 3 nur etwa 15 Minuten in Anspruch nehmen werden, um ausführlicher auf die Umfrageergebnisse eingehen zu können.

Moderiert wird die Veranstaltung des Themenkreises 1 »Bibliotheken als Ort und Aktionsradius« von Dr. Anke Quast (Universitätsbibliothek der TU Berlin).

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und darauf, gemeinsam wichtige Aspekte der Inklusion und Barrierefreiheit in Bibliotheken zu diskutieren.

Mit freundlichen Grüßen,
Die dbv-Kommission »Kundenorientierte und inklusive Bibliotheksservices«

Alle Bibliotheken in Deutschland sind aufgerufen, sich an der Umfrage zur Barrierefreiheit zu beteiligen, um einen detaillierten Überblick zum aktuellen Stand zu erhalten. Die Umfrage läuft bis zum 13.11.2023.

Die dbv-Kommission »Kundenorientierte und inklusive Bibliotheksservices« möchte über eine Umfrage unter den dbv-Mitgliedsbibliotheken den aktuellen Stand der Barrierefreiheit in Bibliotheken aller Sparten in Deutschland ermitteln. Inwiefern ist die Verpflichtung öffentlicher Einrichtungen zur Umsetzung von Inklusion und gesellschaftlicher Teilhabe für alle Menschen in allen Lebensbereichen (UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung in Deutschland, 2009) umgesetzt, welche Hindernisse bestehen dabei.

Als Kooperationspartnerin konnte Professorin Elke Greifeneder und ihr Team vom Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin gewonnen werden.

Alle Mitgliedsbibliotheken des dbv wurden bereits per Mail zur Teilnahme an der Umfrage aufgefordert. Ihre Teilnahme hilft, politische Forderungen aus bestehenden Problemfeldern ableiten zu können, Anforderungen in Bezug auf Aus- und Weiterbildung, Einsatz des Bibliothekspersonals zu ermitteln und dadurch positive Veränderungen auf Barrierefreiheit in Bibliotheken zu bewirken, um eine inklusive Umgebung für alle zu schaffen.

Sollte Ihre Bibliothek nicht angeschrieben worden sein, können Sie gerne folgenden Link zur Teilnahme an der Umfrage nutzen und auch gerne an die Person in Ihrer Bibliothek weiterleiten, die am meisten mit der Thematik der Barrierefreiheit vertraut ist. Fachliche Vorkenntnisse sind für die Umfrage jedoch nicht erforderlich. https://umfrage.hu-berlin.de/index.php/681163?lang=de

Kriminalroman von Patricia Melo: der Nachbar, Copyright dzb lesen

Zum Tag der Legasthenie 2023

Ein Beitrag von Liane Völlger (Deutsches Zentrum für barrierefreies Lesen)

Legasthenie, auch als Lese-Rechtschreib-Schwäche bekannt, kann Menschen jeden Alters betreffen. Präsent wird Legasthenie meist mit dem Eintritt des Kindes in die Schule, wenn Lesen, Schreiben und Rechtschreiben erlernt werden sollen. Das Kind kann Buchstaben nicht erkennen oder verwechselt diese. Wörter werden nicht verstanden oder falsch geschrieben. Frustration und ein Rückstand in den schulischen Leistungen sind meist die Folge.

Was ist Legasthenie?

Das Hauptmerkmal der Legasthenie ist eine „umschriebene und bedeutsame Beeinträchtigung in der Entwicklung der Lesefertigkeiten, die nicht allein durch das Entwicklungsalter, Visusprobleme oder unangemessene Beschulung erklärbar ist.“[1]

Betroffene Kinder haben oft Probleme beim Lesen von Texten. Das Schreiben von Wörtern kann ebenfalls Schwierigkeiten bereiten. Die schulischen Leistungen liegen hinter denen der Gleichaltrigen, was häufig sehr frustrierend für das einzelne Kind ist und das Selbstwertgefühl verringern kann. Die Frustration und die Schwierigkeiten in der Schule können zu emotionalen Belastungen führen.

Eine Lese- und/oder Rechtschreibstörung ist nicht heilbar. Frühzeitig und gezielt therapiert können Lesen und Schreiben deutlich verbessert und der Verlauf einer Legasthenie positiv beeinflusst werden. Auch im Erwachsenenalter kann eine Legasthenie-Therapie noch sinnvoll sein.[2]

Hörbücher und Bücher mit großer Schrift als Alternative

In einer Welt, die vom geschriebenen Wort durchdrungen ist, ist die Fähigkeit Lesen und Schreiben zu können, besonders wichtig. Ohne diese Fähigkeit bleibt der Zugang zu Information, Bildung und Kommunikation verwehrt.

Das bedeutet aber nicht, dass diese Menschen von der Welt des Geschriebenen ausgeschlossen werden. Um Menschen mit Legasthenie zu helfen, können Hörbücher und Großdruckbücher eine gute Alternative sein.

Menschen mit Legasthenie profitieren von Büchern in Großdruck, da eine größere Schrift das Lesen erleichtert. Es geht eben nicht nur darum, was geschrieben wird, sondern auch darum, wie und worauf es geschrieben wird. Die Wahl der Schriftart, des Layouts und der Farben kann einen erheblichen Unterschied für Menschen mit Legasthenie machen. Es gibt speziell Legasthenie-freundliche Schriftarten. In der Regel werden Schriften empfohlen, die ohne Serifen auskommen. Auch die Gestaltung des Textes kann das Lesen vereinfachen. Von Vorteil ist die Verwendung des Flattersatzes, genügend große Abstände zwischen Worten und Zeilen und eine übersichtliche Strukturierung des Textes mit Hilfe von Überschriften und Absätzen. Der Einsatz von Kontrasten und die bewusste Farbwahl tragen weiter dazu bei, den Text deutlicher hervorzuheben. Bilder, gerade in Kinderbüchern besonders wichtig, sollten nicht nur schön sein, sondern auch eine Geschichte erzählen und den Text illustrieren. Das weckt Interesse und Freude am Lesen.

Hörbücher sind eine weitere großartige Möglichkeit, Menschen mit Legasthenie den Zugang zu Literatur und Informationen zu erleichtern. Indem sie den Text hören, können sie sich auf den Inhalt konzentrieren, ohne sich mit den Leseschwierigkeiten auseinandersetzen zu müssen.

Die Welt der Buchstaben und Wörter ist manchmal wie ein Labyrinth, in dem man sich verirren kann. Für Menschen mit Legasthenie ist die Reise durch die Seiten eines Buches oft von Herausforderungen geprägt, die für andere schwer nachvollziehbar sind. Wenn das geschriebene Wort zur Hürde wird, werden Hörbücher zur Brücke über den Fluss des Unverständlichen. Sie vermitteln Texte und sind dabei wie magische Schlüssel zu einem Schatz an Geschichten. Sie öffnen Türen zu Welten, die sonst vielleicht nie betreten werden können.

Hörbücher schaffen die Gewissheit, dass Legasthenie kein Hinderungsgrund ist, die Schätze der Literatur und Fantasie zu genießen. Sie ermöglichen es, den Abenteuern von Sherlock Holmes zu folgen, mit Alice im Wunderland zu träumen und in die epischen Schlachten von Mittelerde einzutauchen, ohne sich von den Buchstaben entmutigen zu lassen.

Die Welt der Bücher hat viele Türen und es gibt immer einen Weg, diese Türen zu öffnen.

Das dzb lesen öffnet seine Türen!

Im Deutschen Zentrum für barrierefreie Literatur (dzb lesen) können Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Legasthenie Bücher in Großdruck kostenlos ausleihen und kaufen bzw. Hörbücher ausleihen. Wer Interesse hat, kann sich im dzb lesen anmelden (https://www.dzblesen.de/anmeldung), in den Online-Katalogen recherchieren und die gewünschten Bücher bestellen. Sie werden dann direkt nach Hause geschickt bzw. können per dzb lesen-App heruntergeladen werden.


Weitere Informationen erhalten Sie auch auf unserer Internetseite https://www.dzblesen.de/bibliothek/grossdruck. Hier finden Sie eine Auswahl an Großdruckbüchern. Im Katalog für Hörbücher können Sie unter https://www.dzblesen.de/bibliothek/hoermedien stöbern.

Bei Fragen melden Sie sich bitte per Telefon: 03417113-116/-118 oder per E-Mail grossdruck@dzblesen.de.


[1] Lese- und Rechtschreibschwäche: ICD-10-GM Code F81.0 | Lese- und Rechtschreibstörung (icdcode.info), aufgerufen am 19.09.2023 

[2] Therapie Lese- und Rechtschreibschwäche: Legasthenie-Therapie | Lerntherapie bei Legasthenie | Ansätze – Bundesverband Legasthenie & Dyskalkulie e.V. (bvl-legasthenie.de), aufgerufen am 19.09.2023

Als dbv-Kommission »Kundenorientierte und inklusive Bibliotheksservices« konnten wir die 111. BiblioCon 2023 in Hannover durch verschiedene Veranstaltungen mitgestalten. Hier ein kleines Resümee unserer Aktivitäten: 

Vortrag »Taub aber nicht stumm – Gebärdensprache in Bibliotheken«

Gemeinsam mit der dbv-Kommission »Bibliotheken und Diversität« organisierten wir die Veranstaltung »Taub aber nicht stumm – Gebärdensprache in Bibliotheken«, die am 24. Mai 2023 stattfand. Damit gab es zum ersten Mal auf einem Bibliothekskongress eine Veranstaltung, die in Gebärdensprache durchgeführt und die simultan von zwei Gebärden-Dolmetscherinnen für das Publikum übersetzt wurde. Als Referentin konnte Katja Fischer von FISCHSIGN (http://www.fischsigns.de) gewonnen werden, die uns über gesetzliche Grundlagen, politische Ziele, praktische Erfahrungen und positive Beispiele aufklärte. So besteht oftmals für gehörlose und taubstumme Personen die erste Hürde bei der Nutzung einer Bibliothek darin, sich dort überhaupt anzumelden. Es gibt mittlerweile Einrichtungen, die Führungen für diese Zielgruppe anbieten, Oftmals entstehen diese Angebote, da sich einzelne Bibliotheksmitarbeiter*innen dieser Aufgabe aus persönlichem Interesse annehmen. Das sind meist Einzelfälle und institutionalisiert ist diese Anforderung für die Barrierefreiheit in Bibliotheken noch längst nicht. Eine Idee, die ebenfalls geteilt werden sollte, ist der von einigen Personen praktizierte Gebärdensprache-Trainingskurs mittels eines Bildungsurlaubes. Auch der Einsatz von tauben Expert*innen wird empfohlen, um an der richtigen Stelle anzusetzen und den Service für taubstumme und höreingeschränkte Personen zu verbessern. An der von Anne Sieberns (Deutsches Institut für Menschenrechte, Berlin) moderierten Veranstaltung nahmen etwa 80 Personen teil. Und schon nach wenigen Augenblicken der Veranstaltung war klar, dass es viel häufiger Angebote geben sollte, die auch taubstummen Menschen durch gedolmetschte Gebärdensprache zugänglich sein sollten. Insgesamt ist der Gehörlosenkultur mehr Aufmerksamkeit – sei es in Bibliotheken, sei es im gesellschaftlichen Leben überhaupt – zu schenken, um das Recht auf Teilhabe für alle Menschen sicherzustellen. Bibliotheken sind hier ein wichtiger Ort des Zuganges und der Vermittlung von Bildung.

Podiumsdiskussion »Zielgruppenorientierung: Wie können wir voneinander lernen oder erfinden wir das Rad immer wieder neu?«

So vielfältig wie unsere Gesellschaft, so vielfältig sind auch die Anforderungen, Erwartungen und Bedarfe verschiedener Zielgruppen an unsere Einrichtungen. Über die damit verbundenen Fragen und Erfahrungen sprach Dr. Anke Quast (UB der TU Berlin, Mitglied der dbv-Kommission) mit Britta Schmedemann (Stadtbibliothek Bremen), Dr. Claudia Streim (Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar), Christiane Felsmann (dzb lesen Leipzig, Mitglied der dbv-Kommission) und Sina Menzel (UB der TU Berlin) am 25. Mai 2023 in der Eilenriedhalle B.

Durch die Diskutantinnen auf dem Podium kamen unterschiedliche Aspekte von Zielgruppenorientierung zur Sprache. So sei es ein Unterschied, ob eine Serviceleistung für oder mit einer Zielgruppe entwickelt werde; die Akzeptanz und Wertschätzung für Angebote steigen, wenn Bibliothek und Nutzer*innen gemeinsam handeln. Es ist aber auch immer zu bedenken, dass keine Bibliothek nach dem Motto »Wünsch Dir was« agieren kann, sondern deren Möglichkeiten zu bedenken sind. Auch das Gewinnen neuer Zielgruppen durch erweiterte, zeitgemäße Formate wurde thematisiert. Bibliotheken benötigen demnach beständig Impulse, um sich – neben der Kontinuität und Verlässlichkeit von Angeboten – neu auszurichten und veränderte Bedarfe zu erkennen. Folglich ist ein agiles Bibliotheksteam gefragt, das sich diesen permanenten Veränderungsprozessen stellt. Und so manche Fortbildungsformate sind in manchen Einrichtungen verpflichtend, wie beispielsweise Diversity-Schulungen oder ein Onboarding Barrierefreiheit, wenn neue Kolleg*innen starten. Sich den Ängsten und Fragen zu stellen, eine Fehlerkultur zu entwickeln und anderen Personen gegenüber empathisch zu sein, durch all das können Erfolgsmomente entstehen und das Selbstverständnis von Bibliotheken sowie die Selbstwirksamkeit von Bibliotheksmitarbeiter*innen gestärkt werden. An dem spannenden Gespräch, bei dem die Diskutantinnen aus ihrem breiten Erfahrungsschatz offen und engagiert berichteten, nahmen etwa 200 Personen teil.

»Voll engagiert und kompetent«

Am 24. Mai 2023 stellten wir unsere Kommission sowohl am Stand der Kommissionen als auch als eine von 14 dbv-Kommission im sogenannten »Freiraum« vor. Der Austausch mit den Kolleg*innen der anderen Kommissionen, ihre Arbeitsfelder und Ziele sind für uns immer wieder bereichernd.

Wir danken nochmals allen Personen auf das Herzlichste, die uns in diesem Jahr tatkräftig mit ihren Ideen, Positionen und Vorschlägen unterstützt haben. Und bereits jetzt überlegen wir, welche Themen wir im kommenden Jahr bei der 112. BiblioCon in Hamburg platzieren werden. Auch darum wird es bei unserem morgen beginnenden, zweitägigen Kommissionstreffen in Berlin gehen. Wir halten Euch & Sie auf dem Laufenden.

Bibliotheken haben mehrere wichtige Aufgaben: Sie sind Wissensspeicher, Aufenthaltsorte, Arbeitsplätze und Diskursräume. Sie müssen auch für Menschen mit Behinderung zugänglich und nutzbar sein. Die Räume sind dabei aber nur ein Aspekt, der barrierefrei sein muss. Auch die Informationen, Kataloge, Medien und Kurse müssen so gestaltet sein, dass sie auffindbar und über verschiedene Sinne zugänglich sind.

In unserer Veranstaltung versammeln wir Expert*innen aus Forschung und Praxis, die einen Einblick in ihre Arbeit und das Themenfeld „Barrierefreie Bibliotheken“ geben. Mit einem Input beteiligen sich u.a. Robert Langer (Leiter der Sächsischen Landesfachstelle für Bibliotheken), Christiane Felsmann (Leitung im Bereich Bibliothek, Beratung und Verkauf beim dzb.lesen) sowie André Lahmann und Claas Kazzer (UB Leipzig, Babika-Projekt).

Das Fachgespräch ist eine Kooperationsveranstaltung der Servicestelle Inklusion im Kulturbereich und der Koordinierungsstelle Chancengleichheit Sachsen und findet am 19. September 2023, von 10.00 bis 13.45 Uhr, im Klemperer-Saal der Sächsischen Staats- und Landesbibliothek (SLUB Dresden) statt. Die Teilnahme ist aber auch online möglich. Sie sind herzlich eingeladen, sich bis zum 12.09.2023 über das Formular auf der Website der Servicestelle Inklusion anzumelden.

Seit einigen Jahren werden in Bibliotheken partizipative Formate für unterschiedliche Vorhaben entwickelt und realisiert. Dazu gehören Umfragen und Workshops mit Benutzer*innen ebenso wie Konsultationen und Kooperationen mit Einrichtungen außerhalb der Bibliothek.

Wie können Bibliotheken in diesen Prozessen eine aktive und gleichberechtigte Beteiligung von Menschen mit Behinderungen gewährleisten, wie sie u.a. die UN-Behindertenrechtskonvention fordert? Welche Rahmenbedingungen und Voraussetzungen müssen dafür geschaffen werden?

Referent*innen: Wiebke Schär und Thomas Künneke von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. – ISL.

Die Veranstaltung wird nicht aufgezeichnet.

Hinweise zur Barrierefreiheit

Bitte teilen Sie uns per Email (bib-info@dimr.de) bis zum 23. Juni mit, wenn Sie besondere Unterstützungsbedarfe haben. Angemessene, mit der Veranstaltung verbundene Vorkehrungen treffen wir gerne im Rahmen unserer Möglichkeiten für Sie. 

Anmeldung

Bitte nutzen Sie diesen Link für Ihre Anmeldung:

https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/veranstaltungen/detail/partizipation-barrierefrei-gestalten

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!

Informationen zur Reihe

Die Online-Reihe „Barrierefreiheit in Bibliotheken: Alles inklusive“ wird seit Februar 2021 organisiert von Belinda Jopp (Staatsbibliothek zu Berlin) und Christiane Felsmann (Deutsches Zentrum für barrierefreies Lesen, beide in der dbv-Kommission „Kundenorientierte und inklusive Bibliotheksservices“) und von  Anne Sieberns (Deutsches Institut für Menschenrechte, dbv-Kommission „Bibliotheken und Diversität“). Informationen über frühere Veranstaltungen finden Sie hier: https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/bibliothek/inklusive-bibliotheken/veranstaltungsreihe