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Die Mitglieder der neu zusammengesetzten Kommission stellen sich vor: In diesem Beitrag ist es Christiane Felsmann.

Name: Christiane Felsmann
Ort: Leipzig
Berufliches: Als Kulturwissenschaftlerin ist es mir ein besonderes Anliegen, die Bibliotheksdienste, Services sowie Verkauf und das Team der Kommunikation des Deutschen Zentrums für barrierefreies Lesen anzuleiten. Mittlerweile machen mich nunmehr fast zwanzig Jahre Erfahrung in den Bereichen barrierefreies Lesen und kulturelle Teilhabe aus. Zudem durfte ich einige Zeit IFLA-Arbeit miterleben und bin selbst  seit 2017 in der Sektion Libraries Serving Persons with Print Disabilities aktiv.
Mit der Gründung der AG Barrierefreiheit in Bibliotheken gemeinsam mit Anne Sieberns (Deutsches Institut für Menschenrechte) haben wir es geschafft, viele Bibliothekarinnen und Bibliothekare für die Themenfelder Inklusion und Barrierefreiheit in Bibliotheken zu erreichen. Seit Februar 2021 findet regelmäßig ein Webinar dazu statt. (Anmeldung für weitere Infos: AG-Barrierefreiheit Infoseite (bibliotheksportal.de))
Familiäres: Der Klassiker – Familie mit zwei Kindern. Nur ohne Hund.
Lieblingsdinge: Vor allem Freude daran: Beachvolleyball, Laufen, Yoga, Lesen, Freundschaften, Familie, Garten, Kochen, Kreativ sein, das Miteinander.

Seit mehr als 100 Tagen gehörst Du der dbv-Fachkommission »Kundenorientierte und inklusive Bibliotheksservices« an. Kannst Du schon Erfolge verzeichnen?

C.F.: Einer der wichtigsten Erfolge: Wir haben die Themen Inklusion und Diversität in der Kommissionsarbeit des dbv abgebildet.
Wir sind zudem ein starkes Team, was miteinander reden und an der inhaltlichen Arbeit wachsen kann. Wir haben eine gemeinsame Vorstellung von der Aufgabe erarbeitet und arbeiten zusammen an einem effektiven Output. Wir sind uns einig, wir wollen etwas in der Bibliothekswelt bewegen.

Nenne eine Bibliothek, die Dich besonders beeindruckt hat und warum?

C.F.: Oodi in Helsinki: Hier werden alle Zielgruppen angesprochen. Die Offenheit gegenüber jedem Mensch ist sicht- und spürbar. Oodi ist eine Bibliothek der Vermittlung und des Miteinanders, es ist ein Ort der Freude.

Für welche Zielgruppen setzt Du Dich besonders ein?

C.F.: In Anbetracht meiner aktuellen Erfahrungen gelingt es mir am besten, mein Wissen und Können für Menschen mit Seh- und Lesebehinderungen einzusetzen. Blinde und sehbehinderte Personen werden zumeist in Spezialbibliotheken wie dem dzb lesen bedient. Die Bezeichnung Lesebehinderung ist in Deutschland nicht so geläufig, doch betrifft es einen weit größeren Kreis.

Gibt es Vorhaben, die Du unbedingt während Deiner Amtszeit erreichen möchtest?

C.F.: Die allgemeine Sensibilisierung zu und Vermittlung der Bedeutung von Inklusion, Barrierefreiheit und darüber hinaus von Diversität für den gleichberechtigten Lese – und Medienzugang für alle Menschen. Gern möchte ich in diesem Sinne auch die Idee des sogenannten Marrakesch-Vertrages (Regelungen des Literatur-Zugangs für Menschen mit Seh- und Lesebehinderungen) in Deutschland etablieren.

Wie lautet Dein Wunsch-Hashtag?

#lesenfueralle

Kontakt

E-Mail: c.felsmann@dzblesen.de
Telefon: +49 (0) 0341 7113 173


Die Mitglieder der neu zusammengesetzten Kommission stellen sich vor: In diesem Beitrag ist es Dr. Katrin Richter.

Name: Dr. Katrin Richter
Ort: Weimar
Berufliches: Stellvertretende Direktorin der Universitätsbibliothek der Bauhaus-Universität Weimar, Leiterin der Abteilung Benutzung und Informationsdienstleistungen, Fachreferentin Philosophie & Medien- und Kulturwissenschaften, Sprecherin der AG Benutzung (Bibliotheksservicecenter Thüringen), Senatorin der Bauhaus-Universität Weimar
Familiäres: verheiratet, 1 Sohn
Lieblingsdinge: Bewegung aller Art, vor allem reisen, schwimmen, Gesellschaftstanz und Doppelkopf, Achtsamkeitskurse, historische Forschung über die Berliner Börse.

Seit mehr als 100 Tagen gehörst Du der dbv-Fachkommission »Kundenorientierte und inklusive Bibliotheksservices« an. Kannst Du schon Erfolge verzeichnen?

K.R.: Zunächst einmal freue ich mich, mit Kolleginnen in der Kommission zusammenarbeiten zu können, mit denen es vom ersten Moment einen gemeinsamen Draht gibt. Ich denke, dass wir viel voneinander lernen können. Unsere Kommissionsarbeit heißt von der ersten Minute an, nicht in Aktionismus zu verfallen, sondern schnell ins überlegte Handeln zu kommen, um auf diese Weise spannende Impulse zu setzen. Das ist aus meiner Sicht gut gelungen, u.a. mit dem Blog und der Weiterführung der Fortbildungsreihe. Auch tagte die Kommission bereits im Oktober 2021 in Weimar und es war mir eine große Freude, Claudia Büchel, Anke Quast, Belinda Jopp und Christiane Felsmann mein Arbeitsumfeld in meiner Stadt zeigen zu können. Weiterhin galt es, sich beim ersten Treffen der Kommissionsvorsitzenden im Dezember 2021 über Vorhaben auszutauschen und manchmal auch ganz einfache Dinge anzuschieben, wie z.B. die Verwendung eines dbv-Banners in der E-Mail-Signatur, um unsere Kommissionsarbeit insgesamt sichtbarer zu machen.

Nenne eine Bibliothek, die Dich besonders beeindruckt hat und warum?

K.R.: Bei einer Kuba-Fahrradtour besichtigten wir die fantastische Altstadt von Santa Clara. Zufällig sah ich durch eine Tür und entdeckte einen Lesesaal: ein paar einfache Regale mit eher zerlesenen Büchern, ein Zettelkasten, einfache Tische, alle Holzstühle waren besetzt. Eine unglaublich inspirierende Stimmung durchzog diesen Ort.

Für welche Zielgruppen setzt Du Dich besonders ein?

K.R.: Letztlich für alle: ich arbeite sehr gern mit Studierenden, sei es in Schulungen oder in speziellen Projekten, wie dem Queer-Lit-Regal. Für Schüler*innen bieten wir seit 2007 das Bildungsprojekt »Wissen erobern« an. Für ehemalige und aktive Bibliotheksbeschäftigte in Weimar organisiere ich den Weimarer Bibliotheksstammtisch. Mit akademischen Mitarbeiter*innen, Professor*innen und Promovierenden bin ich im kontinuierlichen Austausch, um die Nutzungsbedingungen an den tatsächlichen Bedarfen auszurichten.

Gibt es Vorhaben, die Du unbedingt während Deiner Amtszeit erreichen möchtest?

K.R.: Mir liegt sehr daran, dass wir noch stärker spartenübergreifend voneinander profitieren, sei es die wissenschaftlichen von den öffentlichen Bibliotheken und umgekehrt. Auch die Kontakte zu Kinos, Museen und Archiven können im konkreten Handeln noch intensiver werden. Zudem würde ich gern mehr Begeisterung für bibliothekarische Gremien- und Kommissionsarbeit erzeugen, die als Teilhabe verstanden wird.

Wie lautet Dein Wunsch-Hashtag?

# librariesareeducation

Kontakt

E-Mail: katrin.richter[at]uni-weimar.de
Telefon: +49 (0) 3643/582803


Die Mitglieder der neu zusammengesetzten Kommission stellen sich vor: In diesem Beitrag ist es Belinda Jopp.

Name: Belinda Jopp
Ort: Berlin
Berufliches: Referatsleiterin für Benutzerservice an der Staatsbibliothek zu Berlin
Lieblingsdinge: tierisches, pflanzliches, menschliches

Seit mehr als 100 Tagen gehörst Du der dbv-Fachkommission »Kundenorientierte und inklusive Bibliotheksservices« an. Kannst Du schon Erfolge verzeichnen?

B.J.: Wir bringen gerade den Kommissionsblog wieder zum Laufen und werden dadurch hoffentlich viele wertvolle, hilfreiche Informationen und Nachrichten an eine interessierte Community kommunizieren. Denn oft kann ja bereits der Hinweis auf ein erfolgreiches Projekt, eine spannende Veranstaltung oder einen neuen Service Denkanstöße geben und zum Handeln anregen.

Nenne eine Bibliothek, die Dich besonders beeindruckt hat und warum?

B.J.: The New York Public Library [Link] hat eine tolle, abwechslungsreiche, informative Webseite und wunderbare Angebote für Groß und Klein. Ich war noch nie dort, fühle mich aber auch aus der Distanz gut informiert und willkommen.

Für welche Zielgruppen setzt Du Dich besonders ein?

B.J.: Ich möchte mich für alle Zielgruppen einsetzen, die das besonders brauchen und (noch) keine sooo laute Stimme haben, um sich selbst Gehör zu verschaffen.

Gibt es Vorhaben, die Du unbedingt während Deiner Amtszeit erreichen möchtest?

B.J.: Nach meiner zweiten Amtszeit wünsche ich mir, dass wir es geschafft haben werden, die Kommission so sichtbar zu machen, dass sie langfristig als Ansprechpartnerin für Fragen rund um die Themen Kundenorientierung und Inklusion in der Bibliothekscommunity und darüber hinaus wahrgenommen und angesprochen wird. Das kann uns aber nur gelingen, wenn wir uns aktiv dafür einsetzen und uns mit Vielen vernetzen.

Wie lautet Dein Wunsch-Hashtag?

B.J.: #keepitsimple

Kontakt

E-Mail: belinda.jopp[at]sbb.spk-berlin.de
Telefon: +49 (0) 30/266 433 300


Die Mitglieder der neu zusammengesetzten Kommission stellen sich vor: In diesem Beitrag ist es Claudia Büchel.

Name: Claudia Büchel
Ort: Neuss
Berufliches: Leiterin der Stadtbibliothek Neuss, Geschäftsführung der Arbeitsgemeinschaft der Großstadtbibliotheken in NRW, Vorsitz der Kommission für Aus- und Weiterbildung des vbnw, Mitglied in der Steuerungsgruppe ÖB der DBS
Familiäres: Verheiratet
Lieblingsdinge: Aktives & Kreatives drinnen und draußen

Seit mehr als 100 Tagen gehörst Du der dbv-Fachkommission »Kundenorientierte und inklusive Bibliotheksservices« an. Kannst Du schon Erfolge verzeichnen?

C.B.: Für mich ist es die 2. Legislaturperiode und ich war natürlich gespannt darauf zu erfahren, mit wem ich in den kommenden drei Jahren zusammenarbeiten werde. Belinda Jopp kannte ich aus der zurückliegenden Amtsperiode und Christiane Felsmann aus der AG Barrierefreiheit. Mit Anke Quast und Katrin Richter sind jetzt noch zwei weitere ganz engagierte und motivierte Kolleginnen dazu gekommen – wir sind also ein richtiges Frauen-Power-Team und haben uns einiges vorgenommen. Für mich ist es wichtig, die Sicht der öffentlichen Bibliotheken immer einzubringen, denn als einzige von uns fünf Kommissionsmitgliederinnen arbeite ich in einer Stadtbibliothek. Es fasziniert mich immer wieder festzustellen, wo es Überschneidungen, Gemeinsamkeiten, aber auch andere Perspektiven gibt. Mir ist es ein wichtiges Anliegen, die Themen der öffentlichen Bibliotheken im Fokus zu behalten.

Nenne eine Bibliothek, die Dich besonders beeindruckt hat und warum?

C.B.: Ich bin immer wieder begeistert, wenn ich erlebe, wie kleinere Stadtbibliotheken, mit stark eingeschränkten Personal und finanziellen Ressourcen ganz kreative und innovative Dinge entwickeln. Die Stadtbibliothek Brilon im Hochsauerland ist für mich eine dieser Leuchtturmbibliotheken. Die Leiterin, Ute Hachmann, hat vor vielen Jahren die Idee des SommerLeseClubs von einem USA-Praktikum mit nach NRW gebracht und von dort aus hat sich diese freiwillige Leseförderungsmaßnahme für Kinder und Jugendliche weit über die Landesgrenzen hinaus etabliert. Auch die
»Leselatte« wurde in der Stadtbibliothek Brilon entwickelt und ein ganz besonderes Ereignis war der Besuch des damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler in der Bibliothek am 27. Februar 2008.

Für welche Zielgruppen setzt Du Dich besonders ein?

C.B.: Da ich seit über 20 Jahren in öffentlichen Bibliotheken tätig bin, sind meine Zielgruppen heterogen und decken die Bevölkerung einer Stadt oder Gemeinde ab. Vom Kleinkind bis ins Senior:innenalter decken wir alle Altersgruppen ab und deshalb versuche ich immer die Gesamtheit im Blick zu haben.

Gibt es Vorhaben, die Du unbedingt während Deiner Amtszeit erreichen möchtest?

C.B.: Es steht zu erwarten, dass diese Amtsperiode (bis Sommer 2024) stark geprägt sein wird von der Corona-Pandemie. Dadurch verschieben sich die Schwerpunkte der täglichen Arbeit und der ganze Aspekt der Kundenorientierung rückt in den Fokus. Was bedeutet Kundenorientierung denn eigentlich in pandemischen Zeiten: was geht da und was bleibt auf der Strecke? Was können wir – aus der Situation heraus – anders oder neu machen? Gerne möchte ich hierüber mit möglichst vielen Bibliotheken ins Gespräch kommen, damit wir uns austauschen und voneinander lernen können. Denn: Nicht jedes Rad muss neu erfunden werden. Wir können von den Erfahrungen und Best-Practice-Beispielen von anderen Kolleg:innen profitieren.

Wie lautet Dein Wunsch-Hashtag?

C.B.: #BIBChatDE (den gibt es bereits – einfach mal ausprobieren!)

Kontakt

E-Mail: claudia.buechel[at]stadt.neuss.de
Telefon: +49 (0) 2131/904200

Dr. Anke Quast


Die neuen Mitglieder der Kommission stellen sich vor: In diesem Beitrag ist es Dr. Anke Quast.

Name: Dr. Anke Quast
Ort: Berlin
Berufliches: Leiterin der Hauptabteilung Benutzung, Universitätsbibliothek der TU Berlin
Familiäres: sehr wichtig!
Lieblingsdinge: Bewegung draußen zu Fuß, per Rad, zu Wasser; Kunst und Kultur wahrnehmen; Musik machen; mit Freunden Zeit verbringen und Dinge gemeinsam tun.

Seit mehr als 100 Tagen gehörst Du der dbv-Fachkommission »Kundenorientierte und inklusive Bibliotheksservices« an. Kannst Du schon Erfolge verzeichnen?

A.Q.: Ich freue mich, dass wir uns als neu gebildete Kommission so schnell zusammen gefunden haben und in einen sehr produktiven Austausch gekommen sind. Geholfen haben dabei die Möglichkeiten, sich online zu treffen und über die Cloud der TU Berlin gemeinsam an Dokumenten zu arbeiten. Erste konkrete Ergebnisse sind die Aktivierung des Kommissionsblogs und die Festlegung von Themenschwerpunkten für die Kommissionsarbeit. Es hat auch schon ein erster Austausch mit der Kommission Bibliotheken und Diversität stattgefunden, in dem über ein mögliches gemeinsames Veranstaltungsformat gesprochen wurde.

Nenne eine Bibliothek, die Dich besonders beeindruckt hat und warum?

A.Q.: Die Universitätsbibliothek der TU Delft, die ich während meines Referendariats Anfang der 2000er Jahre während einer Exkursionsreise besucht habe. Die extravagante Architektur kombiniert mit sehr offenen und freien Arbeitsmöglichkeiten für die Bibliotheksbesucher*innen haben mich damals fasziniert, ich hatte bis dahin in der konkreten Ausformung im Bibliotheksbereich so etwas noch nicht gesehen.

Für welche Zielgruppen setzt Du Dich besonders ein?

A.Q.: Um für die unterschiedlichen Zielgruppen von Bibliotheken in einem partizipativen Prozess die jeweils besten Angebote zu entwickeln, stehen für mich die Bibliotheksmitarbeiter*innen im Fokus. Diese möchte ich dabei unterstützen, Methoden anzuwenden, die dazu dienen, die tatsächlichen Bedarfe für die Zielgruppen der Bibliothek zu ermitteln und in einem kreativen und interaktiven Prozess mit den Zielgruppen die dafür notwendigen Services zu entwickeln.

Gibt es Vorhaben, die Du unbedingt während Deiner Amtszeit erreichen möchtest?

A.Q.: Wichtig ist mir, einen guten Austausch mit Kolleg*innen und Einrichtungen zu etablieren, um von den Erfahrungen, Ideen, Bestpractices gegenseitig zu profitieren. So möchte ich z.B. den Kontakt zu internationalen und auch fachfremden Kolleg*innen und Netzwerken auf- und ausbauen und auch neue Formate für Veranstaltungsformate für und mit der Fachcommunity ausprobieren.

Wie lautet Dein Wunsch-Hashtag?

A.Q.:  #Bibliothekenmachenspaß

Kontakt

E-Mail: anke.quast[at]tu-berlin.de
Telefon: +49 (0) 30/31476120