Beiträge

Uhrzeit: 10:00 -14:30 Uhr

Wann: 28.9.2022

Ort: Zoom (Link folgt zeitnah)

Für wen ist die Fortbildung gedacht?

Für alle am inklusiven TOMMI teilnehmenden und allen interessierten Bibliotheken. 2022 werden wir allerdings nur die Kategorien PC und Konsole auf ihre Barrierefreiheit testen. 2023 planen wir das Thema auch auf die Kategorie Apps auszudehnen.

Ablauf

10:00 Uhr  Begrüßung

10:10 Uhr  Einführung in das Thema Inklusion und Barrierefreiheit mit Thomas Landini von der Stabstelle Inklusion des Weiterbildungszentrum Ingelheim

11:10 Uhr  Kurze Pause

11:20 Uhr  Gaming ohne Grenzen vorgestellt von Saskia Moes von Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW

12:20 Uhr Mittagspause

13:00 Uhr Methoden und Praxistests mit Saskia Moes

14:00 Uhr Fragen aus der Runde

14:30 Uhr Ende

Hilfe, ich kann an dem Termin leider nicht

Kein Problem. Sind alle Teilnehmenden einverstanden, zeichnen wir die Fortbildung auf und stellen das Video zur Verfügung.

Weitere Informationen zu TOMMI im Bibliotheksportal

Die illumunierte Stadtbibliothek Paderborn

Ein Beitrag von Katrin Stroth, Leiterin der Stadtbibliothek Paderborn

Die Stadtbibliothek Paderborn wurde im Oktober als „Bibliothek des Jahres 2021“ ausgezeichnet. Es handelt sich dabei um den einzigen nationalen Bibliothekspreis in Deutschland und wird gemeinsam vom Deutschen Bibliotheksverband (DBV) und der Deutschen Telekom Stiftung vergeben, um vorbildliche und innovative Bibliothekskonzepte in der digitalen Welt zu würdigen. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert.

Die Stadtbibliothek Paderborn ist in einem historischen Gebäude in der Altstadt untergebracht

Gewürdigt wurde die Stadtbibliothek Paderborn für ihre zukunftsorientierte Bibliotheksarbeit. Sie vereint Digitalität, Nachhaltigkeit, Innovation und Kooperation, teilt der DBV mit. „Seit Jahren beweist die Bibliothek immer wieder, wie schnell und flexibel sie auf die Bedarfe der Nutzer*innen aller Generationen eingeht“, erklärt Petra Büning vom Vorstand des DBV. Für die Telekom-Stiftung hob Thomas de Maizière die Angebote der Bibliothek für Kinder und Jugendliche in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik hervor.

Doch: Was heißt das konkret?

Während der Corona-Schließzeit zeigte die Stadtbibliothek Paderborn ihr ganzes kreatives und digitales Potential. Innerhalb von Stunden ist eine Vielzahl von digitalen Zusatzprodukten entstanden. Kommuniziert wurde dabei intensiv über die bestehenden Social-Media-Kanäle und den Internetauftritt der Stadtbibliothek Paderborn. Fast alles, was sonst in der Bibliothek angeboten wurde, konnte in der Schließzeit auf digitalem Weg oder auch „Click & Collect“ angeboten werden.

Bei den MINT-Angeboten startet die Bibliothek ihre Angebote schon ab dem Kindergartenalter und hält natürlich auch Angebote für Erwachsene vor. Anspruch der Stadtbibliothek Paderborn ist es, in allen gesellschaftlich relevanten Bereichen digitale und technische Angebote zu machen und das nötige Know-How zu vermitteln. Neben Workshops und offenen Schnupperstunden gibt es auch die Möglichkeit, in der „Bibliothek der Dinge“ Geräte auszuleihen.

Die Schaffung von Barrierefreiheit steht ebenfalls auf der Agenda der Bibliothek; dies umfasst z.B. auch Gamingformate. Für Menschen mit einer visuellen, auditiven, kognitiven, motorischen und/oder sprachlichen Einschränkung sind die Hürden im Bereich Gaming oft noch sehr groß. Besonderes Zubehör (z.b. Eye-Tracker oder adaptive Controller) ermöglicht jetzt im Gaming-Raum Angebote für alle Interessierte.

Bei der Umsetzung der Ziele einer „Green Library“ spielt Technik in Paderborn ebenfalls eine Rolle. So wird die Zentralbibliothek seit Gründung im Jahr 1977 mit Paderwasser (Wasser aus dem Fluss Pader) geheizt und gekühlt.

An allen Bibliotheksstandorten finden Workshops zum Thema Nachhaltigkeit statt. Im „Lerncafe“ gibt es fair-gehandelte Getränke und Schokoriegel. Eine Foodsharinggemeinschaft bietet gerettete Lebensmittel in einem „Fairteiler“ an. So befinden sich Regale mit Medien zur Ausleihe direkt neben den Aufbewahrungskisten und ein Kühlschrank rundet das Angebot ab. Das Dauerangebot lebt vom Geben und Nehmen.

Die Einbeziehung der Kund*innen spielt immer auch eine große Rolle in der Stadtbibliothek Paderborn. Für die Neugestaltung der „Open Library“, die im Sommer 2023 eröffnet werden soll, gibt es Bürger*innenbeteiligungsprozesse. Kund*innen und Kooperationspartner*innen können dabei aktiv mitwirken – bei den Angeboten und bei der Einrichtung der Bibliothek.

Das Preisgeld wird demzufolge auch dafür eingesetzt, neue Möbel für den „Lesegarten“ und die Kinderbibliothek anzuschaffen, mit Pflanzen die Bibliothek noch grüner zu machen und Teambuildingsmaßnahmen durchzuführen.

Ein Vortrag am 29.6. um 15 Uhr via Zoom

Wir möchten Sie herzlich einladen zu einer neuen Folge in der Online-Reihe „Barrierefreiheit in Bibliotheken: Alles inklusive“. Das Thema dieser Folge lautet:

Barrierefreie Websites

Die EU-Richtlinie 2016/2102 verpflichtet seit 2020 alle öffentlichen Stellen der EU-Mitgliedsstaaten dazu, ihre Websites und mobilen Anwendungen barrierefrei zu gestalten. Im Vortrag werden die Anforderungen vorgestellt, die auch Bibliotheken als öffentliche Stellen mit ihren Websites erfüllen müssen. Aus den Erfahrungen der bisherigen Überwachungspraxis wird die Referentin häufige Barrieren aufzeigen und Hinweise dazu geben, wie man sie abbauen oder besser gleich vermeiden kann.

Weiterlesen

Im Rahmen der digitalen Veranstaltungsreihe, die gemeinsam von der AG Barrierefreiheit und der Kommission „Kundenorientierte und inklusive Services“ des Deutschen Bibliotheksverbands koordiniert wird, stellten Ilona Rohde (UB Marburg), Christine Krause und Stefanie Ingiulla (beide vom SBS Marburg) die Serviceangebote für Menschen mit (und ohne) Behinderung rund um die UB Marburg vor. Unter dem Titel „Behindertengerechte Universitätsbibliothek – ein Erfahrungsbericht aus der UB Marburg“ stellten die Referentinnen zum einen bauliche und räumliche Hindernisse und Möglichkeiten zur deren Beseitigung sowie das breite Angebot der Servicestelle für behinderte Studierende vor.

Zum Nachlesen und Vertiefen steht die Präsentation des Vortrags hier zur Verfügung: zum Download

In der anschließenden Frage- und Diskussionsrunde ging es vor allem um die Ausstattung von Arbeitsplätzen für Sehbehinderte mit den entsprechenden Geräten. Wie auch bei vielen anderen Serviceangeboten für bestimmte Zielgruppen gilt der abgewandelte Grundsatz „nichts für uns ohne uns“, denn in der Regel wissen die Betroffenen selbst am besten, wie und womit wir sie unterstützen können.
Weitere Themen in der Diskussion waren höhenverstellbare, unterfahrbare Theken und deren praktische Nutzung von beiden Seiten, aber auch mögliche Angebote für gehbehinderte Personen ohne Rollstuhl.
Beide Themenkomplexe behalten wir im Blick und versuchen, diese in einem der zukünftigen Vorträge wieder mit aufzugreifen.

Sollten Sie darüber hinaus noch Fragen an die Referentinnen haben, finden Sie die Kontaktdaten von Frau Rohde in den Folien und den Kontakt zum SBS auf der Homepage.

Barrierefreiheit in Bibliotheken ist vielfältig und schließt auch den Abbau von sprachlichen Barrieren mit ein. Darüber sprechen wir am Dienstag, 22. Juni 2021, 15 – 16 Uhr, mit Doreen Kuttner von der Lebenshilfe Berlin.

Doreen Kuttner arbeitet seit 2006 bei der Lebenshilfe Berlin. Seit acht Jahren koordiniert sie in Berlin drei LEA Leseklubs für Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen. Zudem führt sie einen kleinen Verlag mit Büchern in Einfacher Sprache (Passanten Verlag). Seit 2016 arbeitet sie bei der Lebenshilfe Berlin im Büro für Leichte Sprache.

Nach dem Vortrag gibt es wie immer die Gelegenheit, Fragen im Chat zu stellen.

Die Veranstaltung findet per Zoom statt, es wird keine Aufzeichnung geben. Sie erhalten nach Anmeldung ca. 48 Stunden vor der Veranstaltung den Link zur Teilnahme. Diesen können Sie bequem über Ihren Web-Browser oder die Zoom-App öffnen. Auch per Telefon ist die Teilnahme möglich.

Anmeldung

Die Teilnahme ist kostenfrei. Bitte nutzen Sie unser Online-Anmeldeformular:

https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/veranstaltungen/anmeldeformular-lesen-einmal-anders

Sie finden diese Einladung sowie weitere Informationen auch unter dem Link

https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/veranstaltungen/detail/barrierefreiheit-in-bibliotheken-lesen-einmal-anders-in-einfacher-und-leichter-sprache

Barrierefreiheit

Bitte teilen Sie uns bis zum 12. Juni 2020 mit, wenn Sie besondere Unterstützungsbedarfe haben. Im Rahmen unserer Möglichkeiten versuchen wir angemessene, mit der Veranstaltung verbundene Vorkehrungen zu treffen.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen am 22. Juni.

Hiermit laden wir Sie herzlich zur nächsten Veranstaltung der Online-Reihe „Barrierefreiheit in Bibliotheken: alles inklusive“ am 19.05.2021, 15 Uhr ein. Im Mai widmen wir uns dem Thema „Barrierefreie Dokumente: Anforderungen und Umsetzung“. Praxisnah und für den eigenen Gebrauch werden die Referenten Martin König und Johannes Fischer das Thema aufbereiten. Johannes Fischer arbeitet für die Überwachungsstelle Barrierefreiheit für Informationstechnik Sachsen. Diese gehört zu einem bundesweiten Netzwerk, welches u.a. vorgestellt wird. Die Pflichten für Öffentliche Stellen ebenso wie die notwendige Erklärung zur Barrierefreiheit werden an dieser Stelle erläutert.

Martin König vom Kompetenzzentrum für barrierefreie Informations- und Kommunikationsangebote (BIKOSAX) des dzb lesen wird die konkreten Anforderungen an Dokumente darstellen und Möglichkeiten der Umsetzung aufzeigen.

Wie immer gibt es die Gelegenheit, Fragen im Chat zu stellen.

Zur Anmeldung bitte einfach eine E-Mail an agbarrierefreiheit@dzblesen.de senden. Ihre Adresse wird für den Zweck der Anmeldung zu dieser Veranstaltung dokumentiert.

Die Veranstaltung findet per Zoom statt, es wird keine Aufzeichnung geben. Sie erhalten ca. 48 h vor der Veranstaltung den Link zur Teilnahme. Diesen können Sie bequem über Ihren Web-Browser oder die Zoom-App öffnen. Auch per Telefon ist die Teilnahme möglich.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen.

Am 21. April 2021 von 15 – 16 Uhr

Wir freuen uns, Sie zu einer weiteren Veranstaltung in der Online-Reihe „Barrierefreiheit in Bibliotheken: Alles inklusive“ einzuladen. In der dritten Veranstaltung der neuen Reihe steht am 21. April, von 15.00 bis 16.00 Uhr ein Praxisbeispiel im Mittelpunkt.

Die gesellschaftliche Teilhabe ist ein zentrales Handlungsfeld im Bibliothekskonzept der Stadtbibliothek Neuss. Dem Ausbau barrierefreier Angebote wird deshalb eine hohe Priorität eingeräumt. Doch was bedeutet das in der Praxis für die Infrastruktur, das Medienangebot, die Öffentlichkeitsarbeit und die Sensibilisierung der Mitarbeitenden? Wie entdecken und überwinden wir Barrieren, auch in unseren Köpfen? Müssen wir alles alleine machen oder bedeutet Inklusion nicht vielmehr, Menschen mit Behinderung schon bei der Erarbeitung von Lösungen einzubeziehen? Wie können wir sie als Expert:innen in eigener Sache gewinnen?

Bibliotheksleiterin Claudia Büchel (Mitglied in der Kommission für „Kundenorientierte Services“ und Andrea Schumacher (Sozialplanerin der Stadt Neuss) geben einen praxisnahen Einblick in die Meilensteine der vergangenen drei Jahre, berichten von einem inklusiven Workshop in der Bibliothek und werfen einen Blick auf die weiteren geplanten Maßnahmen und freuen sich auf die Diskussion mit Ihnen.

Die Veranstaltung findet über die Videokonferenzplattform Webex statt, über eine mögliche Aufzeichnung werden wir rechtzeitig informieren.

Alle Informationen zur Anmeldung finden Sie unter: https://staatsbibliothek-berlin.de/vor-ort/oeffnungszeiten/terminbuchung/dbv-kommissionssitzung/

Der erforderliche Link für die Teilnahme wird circa zwei Werktage vor dem Termin per Mail an die (angemeldeten) Teilnehmenden verschickt. Für die Nutzung von Webex ist es nicht erforderlich, eine Software auf Ihrem Endgerät zu installieren. Sie können auch einfach den – später versandten – Link in Ihrem Browser öffnen oder sich per Telefon einwählen.

Die Reihe wird gemeinsam von der AG Barrierefreiheit in (digitalen) Bibliotheken und der Kommission „Kundenorientierte Services“ des Deutschen Bibliotheksverbands koordiniert. Belinda Jopp (Staatsbibliothek zu Berlin, Vorsitzende der Kommission), Anne Sieberns (Deutsches Institut für Menschenrechte) und Christiane Felsmann (Deutsches Zentrum für barrierefreies Lesen, dzb lesen) richten abwechselnd die Online-Veranstaltung aus.

Wir freuen uns aufs Wiedersehen am 21. April!

Mit herzlichen Grüßen

Belinda Jopp

Christiane Felsmann

Anne Sieberns

Barrierefreiheit in Bibliotheken schafft die Grundlage, allen Menschen Zugang zu Literatur und Medien, Wissenschaft und Kultur zu ermöglichen. Es liegt auch in Ihrer Hand, dies wahr werden zu lassen!

Die AG Barrierefreiheit in (digitalen) Bibliotheken hat es sich zur Aufgabe gemacht, Zugänglichkeit und Inklusion von Bibliotheken zu thematisieren. Wir diskutieren über Angebote für barrierefreies Lesen, bauliche und technische Bedingungen, barrierefreie Kommunikation und viele andere bibliothekarische Themen unter dem Aspekt des Zugangs für alle Menschen und suchen nach Lösungsansätzen.

Seit Anfang 2020 ist die AG in die Kommission Kundenorientierte Services des Deutschen Bibliotheksverbands (dbv) eingebunden. Mit dieser ersten gemeinsamen Veranstaltung soll das Thema viele Bibliothekar_innen erreichen und sensibilisieren sowie neue Perspektiven eröffnen.

Aufgrund von COVID19 findet die Veranstaltung online statt. Auf diese Weise können Sie unkompliziert und ganz einfach dabei sein!

Teilnahme

Die Veranstaltung wird über das digitale Besprechungssystem Zoom stattfinden. Als technische Voraussetzungen empfehlen wir eine stabile Internetverbindung sowie die Nutzung einer Kamera und eines Mikrofons. Alternativ können Sie auch per Telefon teilnehmen. Die Zugangsdaten werden Ihnen nach Anmeldung rechtzeitig mitgeteilt.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Bitte nutzen Sie unser Anmeldeformular. Die Anmeldefrist endet am 10. November 2020.

Barrierefreiheit

Bitte teilen Sie uns bis zum 29. Oktober 2020 mit, wenn Sie besondere Unterstützungsbedarfe haben. Angemessene, mit der Veranstaltung verbundene Vorkehrungen versuchen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten für Sie zu treffen.

Programm 12. November

13:00 Uhr

Begrüßung und Einführung

  • Anne Sieberns, Deutsches Institut für Menschenrechte
  • Christiane Felsmann, Deutsches Zentrum für barrierefreies Lesen
  • Belinda Jopp, Staatsbibliothek zu Berlin

13:30 Uhr

Workshop: Sprache und Bildsprache über    Behinderung

  • Judyta Smykowski, Projekt Leidmedien.de

15:00 Uhr  Pause

15:15 Uhr   Fortsetzung Workshop

16:30 Uhr   Abschlussrunde

17:00 Uhr   Ende des ersten Tages

Programm 13. November

09:30 Uhr   Einführung in den zweiten Tag

09:45 Uhr   Barrierefreiheit von Online-Veranstaltungen

Input und Erfahrungsaustausch

10:30 Uhr   Pause

10:45 Uhr   Die dbv Kommission Kundenorientierte Services

  • Belinda Jopp, Vorsitzende der Kommission

11:00 Uhr   Barrierefreiheit: Aktuelle Themen, Projekte, Strategien

Gespräch in Kleingruppen

11:30 Uhr   Berichte aus den Kleingruppen

11:45 Uhr   Abschlussrunde

12:00 Uhr   Ende der Tagung

Der Begriff der Barrierefreiheit geht inzwischen weit über den Ansatz der baulichen Beseitigung von Hindernissen für Menschen mit Handicap hinaus. Gemeint ist zunehmend die umfassende Zugänglichkeit und Benutzbarkeit für alle Menschen und in diesem Sinne auch die Gebrauchstauglichkeit neuer technischer Services in Bibliotheken. Als Beispiel soll hier die Optimierung der 24 x 7 Medienrückgabe im Medien- und Informationszentrum Stadtbücherei Biberach beschrieben werden.
Seit der Umstellung auf RFID im Jahr 2007 verfügt die Stadtbücherei Biberach über zwei Medien-rückgabemöglichkeiten: eine Innenrückgabe, die während der Öffnungszeiten zugänglich ist und zusätzlich eine Außenrückgabe, die rund um die Uhr geöffnet hat. Bei stetig steigenden Ausleihzahlen sollte nun die Nutzung der Außenrückgabe durch volle Barrierefreiheit gefördert werden, um Wartezeiten an der Innenrückgabe zu reduzieren bzw. zu vermeiden.
Um 4,7 % auf knapp 610.000 waren die Ausleihen im Medien- und Informationszentrum Stadtbücherei Biberach 2014 gestiegen. Abzüglich zweier Zweigstellen entfielen auf die Zentrale auf dem Viehmarktplatz 588.000 Ausleihen, die nach Abzug der E-Book-Ausleihen und der Verlängerungen zu einem Rücklauf von rund 340.000 ME führten – im Durchschnitt rund 1.400 Medienrückgaben je Öffnungstag. Glücklicherweise übernahm die Ausssenrückgabe, die rund um die Uhr zugänglich ist, bereits 16,6 % dieser riesigen Menge, so dass sich Warteschlangen an der einzigen Alternative weitgehend vermeiden liessen. Um aber die Akzeptanz dieses 24×7-Services weiter zu erhöhen, sollte die Gebrauchstauglichkeit optimiert, d.h. alle Barrieren abgebaut werden.
Der Außenschalter ist bereits gut erreichbar: ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Roller, mit dem Kinderwagen oder im Rollstuhl – lediglich Autos sind auf dem Viehmarktplatz ausgeschlossen. Die Anleitung der Kunden erfolgte bislang über eine textgebundene Bildschirmführung, die jedoch bei einstrahlender Sonne und für sehbehinderte Menschen nur schwer lesbar war. Für funktionale Analphabeten und noch nicht lesefähige Kinder stellte sie eine gravierede Barriere dar.
Hier schafft jetzt eine Ansage Abhilfe, die bei Annäherung durch eine Lichtschranke ausgelöst wird. Sie erklärt dem Kunden in leicht verständlichen Schritten, wie die Rückgabe funktioniert: ganz einfach!
Damit die Sicherungsscheibe den Zugang freigibt, muss ein Medium an den grünen Punkt gehalten werden. Wenn die Medien danach einzeln auf das Transportband gelegt werden, werden sie automatisch eingezogen, rückgebucht, gesichert und vorsortiert.
In Zusammenarbeit mit der Firma Easycheck wurde die Anlage eingebaut. Sie besteht aus einem Lauptsprecher, einem Bewegungsmelder und dem Sprachmodul.
Die Ansage wird einfach am PC im MP3- oder WAV-Format aufgenommen. Dafür reicht das Mikrofon einer Webcam. Anschließend speichert man die Datei in einen Ordner an der Rückgabe. So können auch unterschiedliche Ansagen leicht ausgetauscht werden, wenn beispielsweise an Silvester die Rückgabe aus Sicherheitsgründen geschlossen bleibt.
Wird die Ansage durch den Bewegungsmelder gestartet, läuft sie komplett durch, es sei denn der Kunde beginnt mit der Rückgabe von Medien: sobald sich das Transportband in Bewegung setzt, stoppt die Ansage. Ein wählbarer Time-Out stellt sicher, dass die Ansage während der Rückgabe nicht erneut startet.
Mit dieser Verbesserung macht die Stadtbücherei ihre Serviceangebote noch besser zugänglich und trägt dazu bei, Hemmnisse nicht nur für Menschen mit Handicap weiter abzubauen.

Frank Raumel